E Mountainbike Kaufberatung

20. Mai 2016  Von Andreas Waldera


Mein erstes E Mountainbike: Worauf muss ich achten?

Gerade beim Erst Kauf eines eBikes ist eine professionelle E Mountainbike Kaufberatung unumgänglich. Mit einem Leistungszuwachs von bis zu 300% und teilweise über 70 Newtonmetern Drehmoment versprechen hochwertige E-Mountainbikes Fahrspaß pur. Wo sich andere Mountainbiker mühsam Meter für Meter den Berg hochkämpfen, schweben motorisierte Mountainbike Rider mit ihren E-Bikes geradezu gelassen dem Gipfel entgegen. Durchdrehende Hinterräder und ein quer gestelltes Heck geben eine Visitenkarte dessen, welche unglaubliche Kraft E-Bikes mobilisieren können. Dem wachsenden Markt begegnen die Hersteller mit immer neueren, besseren Modellen. Doch welches E Bike passt am Besten zu mir? Und worauf muss ich beim Kauf meines ersten eMTB achten?

E Mountainbike Kaufberatung – Anfängliche Gedanken zum ersten E MTB

Wie beim „normalen“ Mountainbike muss sich der Käufer als erstes grundlegende Gedanken über den gewünschten Einsatzbereich machen. Schnell wird so ermittelt, ob das neue E Bike ein Hardtail oder Fully werden soll. Für Touren, die nicht über verblockte Trails führen, reicht im Normalfall ein Hardtail. Durch den Verzicht auf einen gefederten Hinterbau kann die Haushaltskasse mächtig geschont werden. Wer härter ins Gelände möchte, wird allerdings nicht an einem Fullsuspension E-Bike vorbeikommen. Die breite Range an E-Fullys reicht vom Allmountain Tourer über das vielseitige Enduro bis zum Federweg-strotzenden Downhill Boliden. Abhängig vom Einsatzbereich bieten die Bikes ideal abgestimmte Parts und eine praxisorientierte Rahmengeometrie. Der extrem flache Lenkwinkel des Downhill Bikes sorgt bei hohen Geschwindigkeiten für Fahrstabilität und Laufruhe, am wendigen Allmountain Bike wäre dieser äußerst flache Lenkwinkel allerdings kontraproduktiv. Ähnlich verhält es sich auch beim Federweg: Nicht immer bringt mehr Federweg mehr Nutzen, der Federweg muss zum Anwendungsbereich passen!

Der Antrieb, das Herzstück des E-Mountainbikes

Besondere Aufmerksamkeit bedarf natürlich auch der Antrieb des neuen E Bikes. Der optisch unauffällige Hinterradnabenmotor besticht mit Fahrdynamik und einem verschleißarmen Vortrieb, ist allerdings sehr hecklastig. Im Bereich Gravity und bei Sprüngen eine Eigenschaft, die sich sehr nachteilig auf das Fahrverhalten auswirkt. So verwundert es nicht, dass bei den E-Bikes im Bereich Allmountain, Enduro und Gravity nahezu ausschließlich Mittelmotoren zum Einsatz kommen. Direkt mehrere Motorenhersteller buhlen hierbei um die Gunst der Käufer, Marktführer in diesem Segment sind Bosch und Yamaha. Die verschiedenen Modelle der Bikehersteller werden oftmals in mehreren Versionen mit gleichem Motor, aber mit unterschiedlichen Akkukapazitäten angeboten. Akkus mit geringerer Kapazität drücken den Preis zwar nach unten, bieten aber auch weniger Reichweite. Im eigenen Interesse sollte daher kein Akku unter 400 Wh gewählt werden. Bei der Kapazität gilt übrigens: Je mehr desto besser! Die Reichweite ist von vielen Faktoren abhängig und lässt sich daher nur bedingt angeben. Die Angaben der Hersteller beziehen sich immer auf optimale Bedingungen, die sich in der Praxis leider kaum nachvollziehen lassen! Also genauer hinschauen bei der ersten E Mountainbike Kaufberatung.

Parts und Ausstattung meines ersten E-MTB

Abhängig vom Antrieb unterscheiden sich auch die Bedienkonsolen bzw. die Displays. Die Bedienung ist bei den Systemen der Markenhersteller intuitiv und daher sehr leicht erlernbar. Oftmals hilft ein Besuch beim örtlichen E-Bike Händler, um für sich das optimale System auszumachen. Wichtig beim Kauf ist, dass das Ladekabel mit ausgeliefert wird. Üblicherweise werden die Akkus mit Hilfe des mitgelieferten Netzadapters an normalen Steckdosen geladen. Wer lange Touren plant, sollte deshalb auf ein leichtes, kompaktes Netzteil achten. Freundliche Gastwirte haben für E-Biker im Rahmen einer Rast immer eine Steckdose frei – so ist auch ohne E-Bike-Ladestation für Energienachschub gesorgt!

Die E-Mountainbikes der Markenhersteller werden mit Parts aufgebaut, die der Mehrleistung des Motors gewachsen sind. So verbaut Specialized beim Turbo Levo FSR Expert ein Kettenblatt aus Stahl. Dem im Vergleich höheren Gewicht des Pedelecs müssen natürlich auch die Bremsen gerecht werden. Hydraulische Scheibenbremsen mit großzügig dimensionierten Bremsscheiben garantieren in allen Fahrsituationen eine optimale Verzögerung des Bikes. Verwindungssteife Laufräder sorgen für effizienten Vortrieb und sicheres Fahrverhalten.

E Mountainbike Kaufberatung – Fazit

Dank der großen Auswahl findet sich für jeden MTB Rider das perfekt zu ihm passende E-Bike. Billig ist der Spaß allerdings nicht: Unter 2000 Euro braucht man gar nicht erst anfangen, nach oben sind bekanntlich keine Grenzen gesetzt! Finger weg von Billig-E-Bikes aus Fernost, hier stimmt weder die Qualität noch die Sicherheit – von der Reichweite der Akkus ganz zu schweigen! Nehmt euch Zeit und sucht euch einen guten Bike Fachhändler für eine fundierte E Mountainbike Kaufberatung.










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