Ebike Antriebe und Technologien

13. April 2016  Von Andreas Waldera


Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Ebike Antriebssysteme

Ebike Antriebe stellen das Herzstück des E Bikes dar. Abhängig von den Anforderungen und Bedürfnissen des Mountainbiker kommen in E Mountainbikes verschiedene Antriebs-Konzepte zum Einsatz. Doch wo liegen die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Systeme? Wir wollen in diesem Artikel allerdings nicht nur auf den Heck- und Mittelmotor eingehen, sondern auch auf adaptive Antriebe. Was sich dahinter verbirgt erfahrt ihr hier!

Ebike Antriebe – Der Mittelmotor – Perfekt für Enduro und Gravity E Bikes

Der Blick auf die Enduro und Gravity E-Bike Range der Hersteller lässt nur einen Schluss zu: In diesem Bereich kommen ausschließlich Mittelmotoren zum Einsatz. Kein Wunder, der tiefe Schwerpunkt und die optimale Gewichtsverteilung bieten dem Mountainbiker das agile und handliche Fahrverhalten eines unmotorisierten Bikes, allerdings mit mächtig Zug an der Kette. Bei diesem Punkt zeigt sich allerdings auch der Nachteil des Mittelmotors: Der hohe Verschleiß der Antriebskomponenten wie Kette und Kettenblatt. Ein weiterer Nachteil ist, dass für den Mittelmotor die Entwicklung und Produktion spezieller Rahmen notwendig wird, womit der Preis der E Bikes noch weiter nach oben schnellt. Eine Rekuperation, das heißt ein Aufladen des Akkus während der Fahrt durch überschüssige Energie (zum Beispiel bei Fahrten bergab) ist bei diesem E Bike Antriebssystem nicht möglich. Mittelmotoren sind aber momentan die EBike Antriebe im MTB Segment schlechthin.

Ebike Antriebe – Heckmotor mit Vorteilen bei E Mountainbikes im Bereich Touren und XC

Bei XC und Touren-E-Mountainbikes kommt oftmals ein Heckmotor zum Einsatz. Hierbei ist der Motor Teil der Hinterradnabe, womit der Schwerpunkt des Bikes sehr hecklastig ausfällt. Charakteristisch für den Heckmotor ist das äußerst dynamische Fahrverhalten mit Schub von hinten. Der größte Vorteil dieser Antriebstechnologie ist die direkte, sehr effiziente Kraftübertragung auf das Hinterrad. Ein weiterer Vorteil liegt im geringen Verschleiß der Antriebskomponenten. Auf Kette, Kassette und Kettenblätter wirken keine höheren Belastungen als bei einem unmotorisierten Fahrrad. Der Nachteil ist das hohe Gewicht des Hinterrades, das heckangetriebene E-Bike fährt sich dadurch nicht so agil wie ein herkömmliches Fahrrad. Die ungünstige Gewichtsverteilung erschwert das Handling bei Jumps und Gaps, weshalb der Heckmotor im Bereich des Gravity E Bikens keine ernsthafte Rolle spielt.

Keine Zukunftsvision, sondern (bereits) Realität: Adaptive Antriebe beim E Bike

Intelligente Antriebe: Was sich nach Science-Fiction und künstliche Intelligenz anhört, hat längst Einzug in die Realität gehalten. Adaptive Systeme passen sich der Fahrweise des Fahrers an, die Fahreffizienz wird dadurch deutlich gesteigert. Komponentenspezialist Shimano bietet mit der STEPS-Antriebseinheit solch ein System an, das vollautomatisch schaltet. Abhängig von Kadenz, Kettenspannung und Geschwindigkeit ermittelt das ausgeklügelte E Bike System in allen Fahrsituationen die optimale Übersetzung – manuelle Schaltvorgänge werden somit überflüssig.

Fazit der unterschiedlichen Ebike Antriebe

Der Mittelmotor stellt im Bereich Enduro und Gravity Biken das Nonplusultra dar. Die optimale Gewichtsverteilung und der tiefe Schwerpunkt gewährleisten dem Rider ein optimales Handling des Mountainbikes, auf der Abfahrt ebenso wie bei fetten Jumps! Der Trend wird sicherlich verstärkt in Richtung der adaptiven Systeme gehen, die durch ihre intelligente Steuerung den Fahrer unterstützen und entlasten, und somit die Fahreffizienz deutlich steigern.





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