Haibike Test – Haibike XDURO

1. Juli 2015 


Haibike Test #1- Haibike XDURO Nduro Pro 2015

Unser Haibike Test XDURO Nduro Pro ist der erster Mountainbike Test, in dem wir über E-Bikes schreiben. Der momentane E-Bike Boom läßt uns als Redaktion keine andere Wahl, um über das mystische Thema E-Bike zu recherchieren und zu berichten.

Aber eins nach dem Anderen. Als wir in der letzten Freeride Ausgabe (02/15) den Bericht über Guido TschuggZitat Freeride Magazin: „Deutschlands bester Freerider wird E-Biker“ – gelesen hatten, waren wir angefixt. Ist das vielleicht doch was für uns Enduristen oder doch eher in die Zielgruppe Bierbauch und Kaffeefahrt Biker angesiedelt? Auf jeden Fall hat uns der Bericht neugierig gemacht. Neugierig auf ein Segment, was bisher neu war. Enduro E-Bike!

Nach kurzem Email Verkehr mit der Winora Group (u.a. Haibike Marke), stand eine Woche später ein nagelneues Nduro Pro in der Größe S bei uns in der Redaktion in München für einen Haibike Test.

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Haibike XDURO Nduro Pro

Wir haben nun einige Wochen Zeit, um das Haibike XDURO Nduro Pro auf unseren anspruchsvollen Trails in den bayrischen Alpen sowie in weiteren Alpen Regionen ausgiebig zu testen.

Haibike Test – #1 Test Revier Benediktenwand

Unse erste Testfahrt führt uns auf den Benedikten-Trail, unterhalb gleichnamiger Benedikten Wand in den bayrischen Voralpen. Unser Homespot. Ein ideales Test Terrain, um das Haibike XDURO für einen ersten Ausritt zu testen. Es sind knapp 700 hm auf einer Länge von ca. 10 km zu bewältigen.

Wir haben uns für den ersten Test Tag kein konkreten Testablauf vorgeschrieben, sondern erst einmal ein erstes Gefühl für ein Enduro mit Motor zu bekommen. Unser Ziel bei dieser ersten Haibike XDURO Test Runde ist locker hochkommen und Gas in den bekannten Trails zu geben.

Haibike XDURO – Auffahrt

Natürlich wollen wir als erstes die Kraft bzw. Unterstützung des Motors spühren und somit stellen wir die E-Unterstützung auf volle Pulle („Turbo“ der Displayanzeige). Die Motor-Unterstützung des Haibike XDURO ist in vier Stufen verstellbar: Eco, Tour, Sport und Turbo.

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Bosch Display Haibike XDURO

In jeder Stufe gibt das Display an, wieviel KM mit dem Akku noch gefahren werden kann. Die Angabe schwankt natürlich, da sie vom momentanen Wiederstand ausgeht. Sprich, wird es steiler, der Untergrund matschiger oder steiniger, geht die zu erwartende KM-Leistung in den Keller. Die 700 hm wollten wir mit möglichst viel E-Motor Unterstützung bewältigen und konnten die Auffahrt zur Benediktenwand im Touren bzw. Sport Modus bewältigen. Vollkommen entspannt haben wir die 10 km Bergauffahrt mit dem Haibike XDURO abgeritten. Die Turbo Stufe war hier nicht notwendig. Die 10km hätte der Akku in der Stufe Turbo nicht geschafft.

Wir sind ehrlich gesagt ziemlich begeistert von der E-Unterstützung beim Bergauf-Fahren. Beim Schaltvorgang passt sich der Bosch-Motor an die neue Übersetzung automatisch an und zwar ruckelfrei und ohne jegliche  Zeit Verzögerung. Ein weiteres Plus beim Bergauf-Fahren ist das Anfahren im steilen Gelände. Jeder Mountainbiker kennt das, beim steilen Anstieg rutsch häufig das Hinterrad durch, so das ein Anfahren meistens erst mit mehreren Anläufen gelingt. Nicht beim Haibike XDURO und dem Bosch Antrieb. Ein Anfahren in selbst steilem Gelände ist absolut kein Problem, beim ersten Anlauf.

Haibike XDURO – Benediktenwand Trail

Die Auffahrt mit dem Haibike XDURO Nduro Pro hat uns voll und ganz überzeugt. Aber wie wird die Performance des Endo E-Bike wirklich im Downhill, in schmalen Single Trail Passagen sein? Im nun folgenden Haibike Test auf dem Benedikten-Trail werden wir die Enduro Eigenschaften ein erstes Mal testen können.

Nach den ersten 150 Downhill Meter über die Alm Wiese unterhalb der Benediktenwand wird sehr schnell klar, das das E-Enduro unglaublich satt und Spur treu zu fahren ist. Hört sich vielleicht komisch an, aber das XDURO Nduro Pro fühlt sich im Downhill überhaupt nicht an, als wenn ein E-Motor im Tretlager wäre. Ein Gefühl wie ein normales Enduro Bike, aber irgendwie satter und fester vom Grip. Die Bike Geometrie ist voll auf den Endoro Einsatz abgestimmt, sprich kürzere Hinterbaulänge (453 mm) um ein gutes Maß an Wendigkeit in schmalen Single Trail Passagen bieten zu können.

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Ersten Downhill Meter mit dem Nduro Pro unterhalb der Benediktenwand

Das Fahrwerk ist Bikepark tauglich. Der Claim von Haibike „No lift, but fun – mit dem weltweit ersten eEnduro“ trifft den Nagel auf den Kopf. Fette 180 mm Fox 36 Talers und Dämpfer Fox CTD X Kashima 216mm sollten keine Fragen mehr offen lassen. Das Fahrwerk ist super mit der Geometrie und dem E-Motor abgestimmt. Wir sind total begeistert von der Laufruhe und Aggressivität zugleich, die man mit dem Nduro Pro im Downhill erleben kann.

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Ersten Downhill Meter mit dem Nduro Pro unterhalb der Benediktenwand

 Haibike Test – Fazit

Wir sind begeistert!

Das Thema E-Bike im Enduro Segment hat für uns eine komplett neue und spannende Dimension angenommen, die wir so nicht erwartet hätten vor diesem ersten Haibike Test Tag. Wer immer noch behauptet, das E-Bike Enduro´s ein Mist ist; probiert es aus und urteilt dann.

Wir sind uns sicher, das Segment E-Enduro wird ein riesiges Potential in den nächsten Jahren haben. Abgelegene Single-Trails abschreddern mit einem Bikepark tauglichen E-Enduro. Wie geil ist das denn…

Unser Haibike Test geht weiter…





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