Snowboard Abenteuer in Japan, Hokkaido

1. Februar 2015  Von Mel Maier


Erfahrungsbericht von meinem Snowboard Abenteuer Japan, Hokkaido

Japan, bzw. die Insel Hokkaido, mit seinen Ski-Resorts und Backcountry Gebieten ist für Schneeverliebte und Powder-Genießer genau das Richtige Nisekotourism.com. Steilhang-Freaks und Geschwindigkeitsfanatiker hingegen werden im Gebiet Niseko enttäuscht sein. Mit 1308m ist Niseko Anupuri die höchste Gipfelstation.

Beautyshot in Grand Hirafu

Beautyshot in Grand Hirafu

Wie ich die Ski-Resorts Grand Hirafu, Niseko Anupuri, Niseko Moiwa, Rusutsu und Kiroro kennengelernt habe, sind es wunderbar geschwungene Hügel mit spannenden Hindernissen (meistens Birken, aber auch kleine Schluchten mit Wechten) die jede Abfahrt zu etwas Besonderem machen. Keine Abfahrt ist wie die zuvor, da man immer wieder unverspurte Bereiche zwischen den ungewohnt eng aber nicht zu eng bewachsenden Hängen findet. Herausforderungen für Muskulatur und Technik können die Tracks aus den Tälern heraus werden, die nach purem Fahrvergnügen wieder zum Lift führen. Aber selbst diese Tracks… ich kam mir wie in einem Winter-Wunder-Märchenland vor!

Pure Erfohlung im Lift von Grand Hirafu

Pure Erfohlung im Lift von Grand Hirafu

Lustig und interessant ist im Vergleich die Skihütten-Erfahrung. Während wir einen Skihüttenaufenthalt mit Tradition, Gemütlichkeit und dem essen von wunderbaren Speisen und evlt. auch alkoholische Getränken verbinden, fühlt und schmeckt der Aufenthalt in einer japanischen „Aufwärmstation“ wie die Futteraufnahme in einer Mensa: Essen auf einer großen, international beschrifteten Tafel auswählen, Nummer merken und am Automaten das entsprechende Ticket kaufen. Ticket abgeben und warten bis die Nummer aufgerufen wird. OK – das Wasser ist dafür gratis und am Wasserautomaten einfach zu holen.

Speisenauswahl "Skihütte"

Speisenauswahl „Skihütte“

Ich war mit 8 weiteren Teilnehmerinnen im Rahmen des Shades of Winter Camp mit zwei sehr erfahrenen Guides unterwegs: Teddy und Aaron, beide von Niseko Photography. Caja Schöpf & Aline Bock waren die Organisatoren des 1. SOW Camps, zusätzlich wurden wir von Lena Schöffel begleitet. Wir nutzten die Lifte der Resorts und sind dann kreuz und quer ins Backcountry gefahren. Ohne hiken zu müssen hatten wir herrliche Abfahrten. Ob es im nächsten Jahr wieder ein reines Frauencamp geben wird steht noch nicht fest, aber behaltet diese Seite auf jeden Fall im Auge: www.shadesofwinter.com

Gruppenbild "Shades of Winter Woman Freerride Camp"

Gruppenbild „Shades of Winter Woman Freerride Camp“

Ein Muss vor Ort ist der Besuch eines traditionellen ONSEN. Ein Onsen ist ein öffentliches Badehaus mit einer natürlichen heißen Quelle mit Mineralien. Das Wasser kann unterschiedlich trüb sein, dies hängt an der jeweiligen Zusammensetzung des Wassers. Ein Hinweisschild mit den Infos zu den Mineralien hängt meist am Badehaus. Im Bereich um Niseko gibt es mehrere dieser Einrichtungen. Beim Besuch eines Onsen muss man sich an traditionelle Regeln halten, die könnt ihr hier nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Onsen#Onsen-Etikette

Kulinarisch… tja. Da hatte ich so meine Herausforderungen. Weil wir ja unbedingt die japanischen Essgewohnheiten kennenlernen wollten, haben wir verschiedene Lokale ausprobiert. Wer gern echtes Sushi mag, also Nigiri mit ganz viel rohem Fisch oben drauf, der kann sich austoben. Die gar vegetarischen oder „nur mit bissel Fisch“ Varianten findet man hier weniger! Was ich meistens gegessen habe war „Ramen“. Das sind Nudelsuppen in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Natürlich gibt es zahlreiche Restaurants und auch Supermärkte! Ausprobieren sollte man die außergewöhnlichen Snacks wie Reisecken gefüllt mit Lachs oder Pflaumenmus.

Japanische Nudelsuppe: Ramen

Japanische Nudelsuppe: Ramen

Empfehlungen zur Reiseplanung:
Wer kein japanisch spricht, der sollte vorab so viel wie möglich organisieren!
Sobald man in Tokio gelandet ist, wird man feststellen, dass man als Europäer ganz schön auffällt. Das Englisch der Japaner wird aus meiner Sicht besser dargestellt als es tatsächlich ist. Für die alltägliche freundliche Abwicklung mag es ja reichen aber bei Problemen wird es wirklich eng. Ich hatte eine Bombe im Gepäck – es handelte sich zwar nur um die Kartusche meines ABS Rucksackes – aber das hielt das Bodenpersonal in Tokio nicht davon ab fast einen Bombenalarm auszulösen. Achtung: Ihr landet in Tokio und da der Weiterflug ein Innlandsflug ist, müsst ihr erst Einreisen, dann das Gepäck abholen und damit durch den Zoll und wieder neu einchecken… Ihr solltet mind. 2h Zeit zum Umsteigen haben. Die Flug, Gepäck & Sportgepäck Bedingungen solltet ihr euch ganz genau ansehen. Wichtig: bei ABS Rucksäcken unbedingt ein Datenblatt dazu legen! Mit LH operated by ANA hab ich schlechte Erfahrungen gemacht. Sehr gute Konditionen soll Japan Airways haben.

Wie komme ich vom Airport ins Skigebiet? Es gibt diverse Busunternehmen die direkt vom Flughafen in die jeweiligen Skigebiete fahren. Niseko wird von „White-Liner“ angefahren. Die Fahrt dauert 3h. Im Flughafen von Sapporo New Chitose Airport (CTS) gibt’s Busticket Schalter wo man Tickets in die jeweiligen Skigebiete für ca. 35 Euro kaufen kann. Die Busse fahren zeitweise stündlich. Ein Vergleich mit dem vom Reiseveranstalter angebotenen Shuttle lohnt sich in jedem Fall.

Wer sein eigenes Equipment nicht mitschleppen mag: Es gibt etliche Sportgeschäft wo man sich von der Bekleidung bis zum Powderboard alles ausleihen kann.

Einer von vielen...

Einer von vielen…

Übernachtung: Es gibt zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten für fast jeden Geldbeutel – billig ist ein Japan Abenteuer aber in keinem Fall. Dafür ist vor Ort grundsätzlich alles möglich was man sich im Schnee vorstellen kann: Neben Resort Skiing auch Snowmobile Tours, Snowbikes and Cat-Skiing! Wer nach Japan reist, darf trotzdem den Tiefschnee nicht für selbstverständlich halten. Es schneit zwar oft, dennoch kann es auch mal regnen oder einfach mal nicht schneien. Wir haben wirklich eine tolle Woche erwischt: Es schneite tagsüber meist nur leicht und einige Male blitzte sogar die Sonne durch. Nachmittags und Nachts war es meist kräftig am Schneien. Und somit wurden wir fast täglich mit bis zu 30 cm Neuschnee beglückt.

Guides die ich aus eigener Erfahrung empfehlen möchte:
Niseko Photography & Guiding

Links die euch bei der Planung für Snowboard Abenteuer Japan, Hokkaido weiterhelfen:

Skijapan.com
Nisekotourism.com
snowjapan.com

 










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