Test Liteville 301 MK14 vs. 601 MK14

12. April 2018 


Testbericht Liteville 301 MK14 vs. Liteville 601 MK4: Welches Enduro Bike rockt besser?

Für die Saison 2018 hat Liteville seine beiden Enduro Bestseller Liteville 301 MK14 und 601 erneut kräftig optimiert. Herausgekommen sind die Modelle 301 MK14 sowie 601 MK4. Beide Bikes stehen bei Enduro Ridern sehr hoch im Kurs – doch wo genau liegen die Unterschiede? In einem Vergleichstest durften wir die Charakteristiken der beiden Liteville Bikes im wahrsten Sinne des Wortes erfahren. Mit welchem Bike ihr besser abrocken könnt verraten wir euch jetzt!

Testbericht Liteville 301 MK14 und 601 MK4: Ein erster Blick auf die 2018er Modelle

Das Herzstück der Bikes ist und bleibt natürlich der Rahmen. Auch wenn sich die Anforderungsprofile sehr ähneln, weisen die beiden Modelle von Liteville enorme Unterschiede auf. Alleine schon das hinter der Federbeinbefestigung stehende Konzept könnte kaum unterschiedlicher sein. Beim Liteville 301 MK14 befindet sich das Federbein parallel direkt unterhalb des Oberrohrs. Optimiert wurde für 2018 unter anderem die Viergelenk-Kinematik durch Verwendung des neuen Metric Dämpfers mit 140 / 160 mm Federweg. Die angepassten Umlenkhebel erlauben zudem einen geringeren Dämpferluftdruck. Das Liteville 301 MK14 soll dem Biker somit ein noch sensibleres Ansprechverhalten gewährleisten.

Einer radikalen Überarbeitung musste sich auch das Liteville 601 unterziehen. Die Leichtbau-Version des Liteville 901 kommt ebenfalls mit einer optimierten Geometrie, im Vergleich zur vorherigen Evolutionsstufe MK3 schrumpfte der Federweg allerdings um 10 mm auf 180 mm. Das Microadjust Shockmount erlaubt der Strecke entsprechend eine Feinjustage der Geometrie. Verfügbar ist das Liteville 601 MK4 in vier Größen S bis XL für die Laufradgröße 27.5“. Das 301 MK14 ist sogar in sechs Größen verfügbar. Auch hier sind die Rahmengrößen S bis XL für 27.5“ Laufräder konzipiert. Die Größe XS ist auf 26“ ausgelegt, XXL auf 29“.

Im Praxistest merkt man die extreme Agilität des Enduro Bikes in technisch verblockten Trails extrem positiv. Das Bike hält die Spur super treu, selbst bei hohem Speed. Was uns sehr gut gefallen hat ist die Bergauf Performance. Ja, wir sitzen auf einem 160 mm Enduro, fühlen uns aber eher auf einem CC MTB. Kein lästiges Wippen oder Gefühl, Kraft beim Bergauf Strampeln zu verlieren. Hier hat Liteville einen extrem guten Spagat zwischen agilem und sattem Enduro Fahrwerk für anspruchsvolle Trails versus einer „langgestreckten“ CC Performance Bergauf  erzielt. Wow, good Job!

Liteville 301 MK14 und 601 MK4: Vergleich der unterschiedlichen Datenblätter

Würden wir nur den Federweg in Augenschein nehmen, ließen sich die beiden Liteville schnell und einfach in folgende Klassen einteilen: Liteville 301 MK14 für All Mountain und Enduro, als Super-Enduro bzw. Freerider würde das Liteville MK4 durchgehen. Tatsächlich bestätigt sich diese Einteilung auch beim ersten Betrachten der Geometriedaten. Um die Daten realistisch vergleichen zu können, konzentrieren wir uns bei beiden Modellen auf die Rahmengröße M. Das Liteville 301 MK14 hat eine Oberrohrlänge von etwa 615 mm, einen Reach von 435 mm sowie einen Stack von etwa 609 mm. Agiler und wendiger scheint bei diesen Daten das Liteville 601 MK4 zu sein. Das Oberrohr fällt mit etwa 601 mm wesentlich kürzer aus, der Reach ist ebenfalls kürzer (430 mm) und der Stack größer (618 mm).

Doch so einfach ist die Geschichte nicht! Für Fahrstabilität spendierten die Liteville Ingenieure dem 601 MK einen extrem flachen Lenkwinkel von 64,5°, eine Kettenstrebenlänge von 430 mm sowie einen Radabstand von 1197 mm. Im Vergleich hierzu zeigt sich das 301 MK14 zumindest bei diesen Daten wiederum verspielter: Der steilere Lenkwinkel mit 66°, die mit 427 mm kürzere Kettenstrebenlänge sowie der kürzere Radstand (etwa 1174 mm). Die Werte für die Tretlagerhöhe und das Steuerrohr sind hingegen gleich.

Liteville 301 MK14 und 601 MK4 Testbericht: Die Ausstattung

Angeboten werden das Liteville 301 MK14 und das 601 MK4 als Frameset sowie als Komplettrad. Sowohl das Liteville 601 MK4 als auch das Liteville 301 MK14 kommen als Enduro Werksmaschine, letzteres ist zudem als All Mountain Werksmaschine erhältlich. Die Ausstattungspakete können sich sehen lassen – und versprechen bereits vorab mächtig Spaß auf dem Trail! Die Enduro Werksmaschine 601 MK4 offeriert dem Mountainbiker vorne und hinten spendable 180 mm Federweg. Zum Einsatz kommen eine RockShox Lyric RCT3 Federgabel und ein RockShox Vivid Air R2C Dämpfer. Geschaltet wird mit Shimano XT 2×11, auf Wunsch kann aber auch gegen Aufpreis auf SRAM Eagle X01 1×12 upgegraded werden. Die SRAM Guide RSC Bremsen machen sich ebenso gut an dem Enduro wie die Syntace SCS II EVO6 Kettenführung und die Syntace Serie W40 Laufräder. Erhältlich ist die Enduro Werksmaschine 601 MK4 zu einem Preis ab 5.980,00 Euro.

Dem Anforderungsprofil entsprechend hat der Käufer beim 301 MK14 die Wahl zwischen der All Mountain Werksmaschine oder der Enduro Werksmaschine. Das All Mountainbike verfügt über 140 mm Federweg, das Enduro hingegen über 160 mm. An der Front beider Varianten versieht eine RockShox Pike RCT3 ihren Dienst, die je nach Art der Werksmaschine entweder über 140 mm oder 160 mm Federweg verfügt. Keine Unterschiede zeigen sich beim Rock Shox Deluxe RT3 Dämpfer, der Shimano XT 2×11 Schaltgruppe und der Shimano XT M8000 Bremsanlage. Die übrigen Komponenten der beiden Varianten sind ebenfalls nahezu identisch. Optional lassen sich die Bikes auf Wunsch von Werk aus mit anderen Komponenten individualisieren. Der Preis ist bei beiden Bikes ab 5.640,00 Euro angegeben.

Fazit Testbericht Liteville 301 MK14 vs. Liteville 601 MK4

Unser neues Enduro Referenzbike 2018 ist ganz klar das Liteville 301 MK14. Ein extrem agiles und verspieltes Enduro, was technisch betrachtet auf ein Minimum reduziert wurde. Wer gerne technisch anspruchsvolle Trails sowie lange Gardasee-Anstiege liebt, der ist bei diesem Bike absolut richtig. Die MTB Enduro Hersteller werden sich in diesem Jahr an diesem Bike messen lassen müssen, zumindest von Seiten unserer Redaktion.










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